Pflanzenbau
Reifemonitoring im Silomais

Maisfeld

Silomaisernte steht an

Zuletzt wurden verschiedene Standorte am 21. September beprobt. Die Siloreife ist in der Regel ab einem Trockenmassegehalt von 30 % in der Gesamtpflanze und von 55 % im Kolben erreicht. Die Reife ist die letzten Tage weiterhin schnell fortgeschritten. Der optimale Erntetermin wird auf allen Standorten und von allen Reifezahlen erreicht. Die Ernte sollte dringend angestrebt werden. Laut Maschinenring Dillingen sind seit 18.09. alle Maishäcksler auf den Feldern unterwegs.
Silierhilfsmittel bei hohen TS-Gehalten
Teilweise erreichen die TS-Gehalte knapp 40 % oder mehr. Hohe TS-Gehalte erschweren das Verdichten im Silo. In diesen Fällen sollte der Siliervorgang aktiv unterstützt werden. Hier bieten sich entsprechende Silierhilfsmittel an.
Optische Einschätzung oft schwierig
Eine rein optische Einschätzung des Reifezustandes ist nicht immer zielführend und kann zu Fehleinschätzungen führen. So zeigen die beprobten Bestände oft eine geringe Restpflanzenabreife mit noch grünen Blättern. Dagegen kann der Reifezustand des Kolbens bereits deutlich fortgeschritten sein. Die Körner machen ca. die Hälfte der Gesamtpflanze aus (bezogen auf die Trockenmasse). Daher kann eine vorangeschrittene Kornreife die TS-Gehalte der Gesamtpflanze (unabhängig vom Verbräunungsgrad der Restpflanze) stark beeinflussen. Zur Siloreife sollten die Körner eine teigige Konsistenz aufweisen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Einlagerung ins Korn aber noch nicht abgeschlossen. Sind die Körner dagegen fast hart und die Restpflanze bereits weit abgereift, kann der optimale Erntezeitpunkt bereits überschritten sein.
Maiszünsler tritt verstärkt auf
Ein weiteres Problem stellt der Maiszünsler in diesem Jahr dar. Dieser ist auf unseren Monitoring Schlägen verstärkt zu finden. Durch den Stängelfraß knicken befallene Maispflanzen um. Zur Verhinderung von größeren Ertragsausfällen sollte ebenfalls eine zeitige Ernte angestrebt werden.
Abschätzung des Energiegehalts
Zur Abschätzung der Energiegehalte haben wir den Kolben TS-Gehalt im Verhältnis zum Gesamt-TS-Gehalt gestellt. Für die Milchviehfütterung sind Werte von 55 %, in der Bullenmast von 60 % anzustreben. Auf unseren Standorten schwanken die meisten Werte zwischen 50 und 60 %. Die Energiegehalte liegen somit im optimalen Bereich. Höhere oder niedrigere Werte können durch eine entsprechende Gestaltung der Futterration ausgeglichen werden.

Die Beprobung im Landkreis Dillingen für 39 KW zeigt folgende Ergebnisse:
StandortReifezahlTS-Gehalt
Gesamtpflanze (%)
TS-Gehalt
Kolben (%)
TS-Gehalt
Restpflanze (%)
EnergieErtrag FMErtrag TM
Wertingen
(bereits geerntet)
FAO 230  siliert 661231
HöchstädtFAO 26040602858633197
Schwennenbach
(bereits geerntet)
FAO 260    707202
LauingenFAO 25037712559612182
Wertingen Laugna
(nach Weidelgras)
FAO 26032592252731180
Wertingen LaugnaFAO 25040572857735218
Wegen zusätzlicher positiver Effekte (mehr pansenstabile Stärke) sollte für die Fütterung von Milchvieh und Mastbullen ein TS-Gehalte von 35 % in der Gesamtpflanze angestrebt werden.

Reifeprognosemodell Silomais

Über die Spalte Temperatursummenverlauf, der zu Ihrem Standort passenden Agrarmeteorologischen Messstation, kann die voraussichtliche Erntereife (32 % TS) der verschiedenen Reifegruppen abgelesen werden.

Reifeprognosemodell Silomais - LfL Externer Link

Ansprechpartner

Martin Wimmer
AELF Wertingen
Landrat-Anton-Rauch-Platz 2
86637 Wertingen
Telefon: 08272 8006-127
Fax: 08272/8006-157
E-Mail: poststelle@aelf-wt.bayern.de
Elke Lasch
AELF Wertingen
Landrat-Anton-Rauch-Platz 2
86637 Wertingen
Telefon: 08272 8006-122
Fax: 08272/8006-157
E-Mail: poststelle@aelf-wt.bayern.de