Floristin gibt Tipps
Warenpräsentation in der Direktvermarktung

Es reicht nicht aus, gute Produkte zu produzieren, auch die Verpackung und Präsentation spielen eine wichtige Rolle. Vor allem, wenn es um Geschenkkörbe und Präsente geht, ist Kreativität gefragt.

Geschenke von Direktvermarktern sollen sich auch durch Material und Deko deutlich von anderen Anbietern absetzen. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Wertingen hat deshalb im Juni 2018 für interessierte Direktvermarkter den Seminartag "Warenpräsentation" veranstaltet.
Floristin Doris Mayr aus Kempten informiert
Organisiert wurde das Seminar von Stephanie Kopold-Keis, Ansprechpartnerin für die Direktvermarkter am AELF Wertingen. Referentin war die Floristin Doris Mayr aus Kempten, eine versierte Fachfrau und Spezialistin. Ein wichtiges Thema war: "Was erwartet der Kunde, wenn er von einem Direktvermarkter einen Geschenkkorb zusammenstellen lässt?" Die Floristin gab Tipps, welche Materialien besonders geeignet sind und was zu einem Direktvermarkter und zu seinen Produkten passt. Da vor allem auch die "plastikfreie Verpackung" derzeit eine große Rolle spielt, wurde intensiv darüber diskutiert.
Aus hygienischen Gründen, z. B. bei Salami, kann nicht auf Plastik verzichtet werden. Mayr empfiehlt, einzelne Produkte zu vakuumieren, dann könne z. B. auch Heu verwendet werden und auch auf die große Verpackungsfolie verzichtet werden.
Auf teure Verpackungsmaterialien verzichten und natürliche Deko verwenden
Mayr zeigte, wie durch Eierwaben als Verpackungsgrundlage auf zusätzliche und teure Verpackungsmaterialien verzichtet werden kann. Andrea Mayershofer aus Aislingen freute sich, als die Floristin ihr erklärte, dass die gewählte Mehlverpackung ideal sei, um Nudeln und Gewürze darin zu verschenken - ein toller Tipp, um Produkte aus ihrem Mühlenlädchen zu präsentieren.
Aus einer leeren Eisdose oder altem Besteck kann nach Aussage Mayrs ein Gutschein als originelles Geschenk entstehen.
Dass sich z. B. der Stängel der Ackerwinde für Kränze eignet, war den Teilnehmern auch nicht bewusst. Mayr gab den Ratschlag, solche Kränze vorzubereiten und so einen Vorrat an natürlicher Deko parat zu haben.
Flyer im Präsentkorb wichtig
In Geschenkkörben setzt Frau Mayr auf zusammengeknülltes Backpapier als Ersatz für Holzwolle und Wollbänder oder Verpackungsschnur als Ersatz für die teuren Schleifen. Auch der Dillinger Landkreiskorb bekam durch ein anderes Einrichten der Produkte im Korb ein vollkommen neues Gesicht. Da Präsente auch wichtige Werbung sind, darf in keinem Präsentkorb der Flyer fehlen.
Präsentation von Produkten im Laden
Weitere Themen waren die Ladeneinrichtung und die Präsentation von Produkten im Laden. Wie wird ein "Hingucker" aufgestellt, wie stelle ich weniger bekannte Produkte zur Werbung auf und wie kann auch der Eingangsbereich einladend und wenig arbeitsaufwändig gestaltet werden? Aber auch die Kleidung des Personals spielt eine wichtige Rolle.
Kunden auf Angebot aufmerksam machen
Empfehlenswert sei, sagte die Referentin, verpackte Produkte, einen Geschenkkorb oder Bilder von Geschenken im Laden aufzustellen und so den Kunden auch auf dieses Angebot hinzuweisen. Auch im Laden von Angelika Kotter in Geratshofen und Monika Deisenhofer aus Gottmannshofen fragen immer mehr Kunden nach diesem Angebot.
Die begeisterten Teilnehmerinnen verließen das Seminar mit vielen neuen Ideen und einem anderen Blickwinkel für ihren Laden.