Forstpraktikum auch während der Corona-Zeit erfolgreich gemeistert

Forststudent Tom Mair aus Holzheim beendet sein 20-wöchiges Pflichtpraktikum mit Erfolg.

In diesem Jahr zu studieren stellte sicherlich viele Studenten vor ganz besondere Herausforderungen. Schnell wurde Fernlehre online eingerichtet, um den Studienplan trotz Abstandsregelungen nicht zu unterbrechen. Für einige Studenten des Studiengangs Forstingenieurwesen an der Hochschule Weihenstephan war dies noch einmal eine Herausforderung ganz besonderer Art. Ein Praxissemester bei dem man insgesamt 20 Wochen als Praktikant in einem oder zwei forstbezogenen Einrichtungen arbeiten soll. Den Förstern und Mitarbeitern über die Schulter schauen – aus 1,5 Metern Entfernung? Nicht einfach, aber durchaus machbar. So auch für Tom Mair, Forstingenieurstudent im 6. Semester.

Erste Station: Forstbetriebsgemeinschaft Dillingen

Als erste Station stand Anfang März die Forstbetriebsgemeinschaft Dillingen auf dem Programm. Dort hatten die Mitarbeiter alle Hände voll zu tun mit der Aufarbeitung der Schäden im Wald durch Sturm Sabine vom 2. Februar dieses Jahres. Zugleich begannen auch schon die Vorbereitungen für die Wiederaufforstungen in den jeweiligen Gebieten. Da waren helfende Hände gern gesehen. Als dann die Corona-Krise ihr volles Ausmaß entwickelte, wurde die Arbeit nicht weniger. Geschnittenes Fichtenholz, welches nicht mehr ins Sägewerk abgefahren werden konnte, musste umgelagert werden, wo es keine Gefahr mehr für den stehenden Bestand darstellte. Viel Arbeit in Wald und im Büro, welches aber nur noch einfach besetzt werden durfte.

Währenddessen zitterten viele Kommilitonen, dass sie das Semester wiederholen müssen, sollten die Praktikumsstellen sich dazu entschließen, das Praktikum wegen der Krise abzubrechen. So wurden auch schon die Exkursionen in dem Semester alle abgesagt, nicht nur deswegen, weil sich einige davon im Ausland abgespielt hätten. Glücklicherweise war hier die Hochschule schnell in ihrer Reaktion und konnte Ersatzpraktika sowie Studienarbeiten als Ersatz für die entfallenen Exkursionen organisieren.

Weiter ging es am AELF Wertingen

Weiter ging dann das Praktikum ab Mitte Mai beim Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Wertingen. Dort hießen die Schwerpunkte Borkenkäfer-Monitoring, Auszeichnen und Pflegen der Waldbestände sowie Waldrecht und Fragen der Verkehrssicherung im Wald. Wieder unter Einhaltung der Abstandsregelungen. Eigentlich ganz einfach im Wald. Jedoch nicht so einfach in der Verwaltung, welche einen beträchtlichen Teil der Arbeit eines Försters ausmacht.

Schwierige Bedingungen aber keine Fehltage

Trotz all dieser Hürden konnte das Praktikum schließlich erfolgreich abgeschlossen werden. Ohne einen einzigen Krankheitstag, wohlgemerkt. Mit drei nebenher verfassten Projektarbeiten, die im September an der Hochschule im kleinen Kreis präsentiert werden, geht es nun in die wohlverdienten Semesterferien. Im Oktober beginnt bereits das nächste, reguläre Semester. Es bleibt zu hoffen, dass bis dahin die Normalität wieder halbwegs zurückgekehrt ist.