Vier meisterliche Hauswirtschafterinnen 2019
Bayerns beste Meisterin kommt aus dem Landkreis Dillingen

53 Meisterinnen der Hauswirtschaft aus ganz Bayern erhielten am 11. Oktober 2019 im Tagungszentrum Onoldia in Ansbach ihre Meisterbriefe.

Theresia Mair (Wertingen) und Angelina Konle (Blindheim) wurden für Ihren Abschluss unter den Jahrgangsbesten "Staatlich geprüfte Betriebswirtinnen für Ernährung und Versorgungsmanagement" mit dem Meisterpreis geehrt. Den Meisterbrief erhielten Karolina Zimmerer (Dillingen) und Anita Walter (Bissingen) als Meisterinnen der Hauswirtschaft. Anita Walter wurde als beste Meisterin Bayerns mit dem Meisterpreis und der Dr. Hans Eisenmann Medaille geehrt. Ihnen gratulierte Brigitte Steinle (AELF Nördlingen), Mitglied des Prüfungsausschusses.
Vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten überreichte Andrea Seidl die Meisterbriefe und zeichnete auch die 20 besten Meisterinnen und Absolventinnen der anderen hauswirtschaftlichen Fortbildungsberufe mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung aus.
Zitat
"Dies ist ein Prädikat, das Ihnen bescheinigt, zur fachlichen Elite in der Hauswirtschaft zu gehören",
Andrea Seidl, Staatsministerium
"Hauswirtschaft wird immer wichtiger", stellte Seidel heraus und bezog sich dabei auf die vielseitigen Einsatzgebiete von Fach- und Führungskräften in der Hauswirtschaft. In Großhaushalten für spezielle Personengruppen, wie Senioren oder Kinder oder in Seminar- und Tagungshäusern sorgen diese nicht nur für das leibliche Wohl von Bewohnern und Gästen, sondern auch für ein attraktives und anregendes Lebensumfeld.
Viele Möglichkeiten
Viele Absolventinnen machen sich aber auch mit ihren Kompetenzen selbstständig oder nutzen die Fortbildung für ein zweites Standbein in der Landwirtschaft. Im Berufsfeld Hauswirtschaft warten herausfordernde und verantwortungsvolle Führungsaufgaben auf die frisch gebackenen Meisterinnen, Dorfhelferinnen sowie die Technikerinnen und Betriebswirtinnen für Ernährungs- und Versorgungsmanagement.
Hauswirtschaft - ein Beruf mit Zukunft
Zuvor überbrachte die Präsidentin des Bayerischen Landesfrauenrates, Hildegund Rüger, in ihrer Festrede die Glückwünsche. Für sie ist die Hauswirtschaft ein Beruf mit Zukunft und hat damit gesellschaftliche Anerkennung verdient. Besonders vor dem demographischen Hintergrund unserer Gesellschaft bräuchte es zunehmend gut ausgebildete Fachkräfte in den sozialen und hauswirtschaftlichen Berufen. Markenzeichen der hauswirtschaftlichen Berufe sind heute nicht mehr nur Ernährung, Versorgung und Betreuung von Menschen. Hauswirtschaft bedeutet heute auch top fit zu sein in Betriebswirtschaft, Unternehmensführung und vielem mehr. Es ist daher unverständlich, so Rüger, weshalb nicht mehr Männer in der Hauswirtschaft tätig sind. Dies sei in ihren Augen sehr schade, da in gemischten Teams die Geschlechter von ihren unterschiedlichen Kompetenzen profitieren können und die Arbeit somit bunter werden kann.