An der Gebrüder-Lachner Mittelschule, Rain
Berufsinfo und Business-Knigge für Schnupper-Azubis in der Hauswirtschaft

Welche Umgangs- und Verhaltensregeln sind für ein erfolgreiches Betriebspraktikum wichtig?

Welche Kleidung ist für das Praktikum geeignet? Was empfinden wir bei einem laschen bzw. sehr kräftigen Händedruck? Mit diesen Fragen setzten sich die 8. Klassen der Gebrüder-Lachner Realschule in Rain a. Lech zusammen mit Bildungsberaterin Siglinde Ballis auseinander.
Ausbildungsberuf "Hauswirtschafter/in"
Zunächst informierten sich die rund 30 Schülerinnen und Schüler des sozialen Zweiges der Mittelschule Rain über die Ausbildungs- und Praktikumsmöglichkeiten in hauswirtschaftlichen Berufen. Die Bildungsberaterin zeigte auf, welche Talente in der Hauswirtschaft zählen: "Teamfähigikeit, Einfühlungsvermögen und Organisationstalent sind gute Voraussetzungen, wenn Ihr in diesen Beruf einsteigen wollt." Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie und wo sie den Ausbildungsberuf "Hauswirtschafter/in" erlernen können, welche Verdienstmöglichkeiten bestehen und welche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung warten.
"Business-Knigge" für das Praktikum und den Berufsanfang
Besonders in der Hauswirtschaft, aber auch in vielen anderen Berufen, in denen man mit Menschen zu tun hat, sind gute Umgangsformen wichtig. Manchmal entscheiden sie, ob ein Schüler eine Praktikumsstelle oder einen Ausbildungsplatz bekommt oder nicht. Siglinde Ballis erklärt, worauf es z. B. bei Kleidung, Körpersprache, bei der Begrüßung und bei der Kommunikation mit dem Chef der Ausbilderin oder den Kollegen ankommt, damit das Praktikum erfolgreich werden kann.
Rollenspiel
Mit Eifer probierten die Rainer Schülerinnen und Schüler in Rollenspielen aus, sich zu begrüßen. Wie ist mein Händedruck? Lasch oder zu kräftig? Was empfinde ich, wenn mir jemand mit einem laschen Händedruck die Hand gibt? Was sage ich am besten bei der Begrüßung? Dabei erlebten die Schüler wie gute Umgangsformen und angemessenes Auftreten wirken und wie sie damit punkten können.
Den kleinen Smartphon-Knigge beachten
Ein besonderes Anliegen war Bildungsberaterin Ballis, dass den richtigen Umgang mit Handys und Smartphones im Arbeitsleben zu kennen. In manchen Betrieben sind private Handys ganz verboten. Aber auch der ständige Blick auf's Handy signalisiert dem Arbeitgeber Desinteresse am Praktikum und weckt damit den Unmut von Kollegen und Vorgesetzten.
Zum Abschluss der Unterrichtseinheit erhielten alle Teilnehmer Informationsmaterialien zu den hauswirtschaftlichen Berufen und die Listen möglicher Ausbildungs- und Praktikumsbetriebe.